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Löten

 
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zuendapp
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Beiträge: 272
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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 13:30    Titel: Löten Antworten mit Zitat

Hallo Metallexperten

Sachstand:
Heute Morgen habe ich mir einen Tee machen wollen und dabei die Kanne auf dem Gasherd vergessen. Die Kanne (schöne alte WMF-Kanne aus Chrom, ca Bj 1880) hat sich darauf in ihre 3 Bestandteile Boden, Körper und Ausguß aufgelöst, die augenscheinlich miteinander verlötet waren.
Reaktion:
Suse schnüff, meine Lieblingsteekanne, ich will sie wieder reparieren
Fragen:
1) Ist so etwas in der Regel hartgelötet oder handelt es sich vermutlich um Weichlot?
2) Gibt es gesundheitliche Bedenken, eine gelötete Teekanne zu verwenden? Immerhin steht der Tee den ganzen Tag drin und löst vielleicht was raus?
3) Wohin gibt man so etwas zur Reparatur? Schlosser, Goldschmied?
4) Kann man das auch selbst machen oder sieht das nur nach Gemurkse aus (habe bisher nur Kabel und Kontakte gelötet)

Vier Fragen, wer eine oder mehrere beantworten kann sei herzlich bedankt.

Viele Grüße vom Zündapp (heute immer noch ohne Frühstückstee)

Edit: gerade mal etwas gegoogelt zum Thema gitftiges Lot. Vielleicht ist es nicht schlecht, dass die Kanne aus dem Verkehr gezogen ist. Wäre schön, wenn man sie ungiftig reparieren könnte. eeeeek
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fpg
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Beiträge: 5096

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

hart war das nicht gelötet, da hätte wohl die wärme der herdplatte nicht gereicht.
die kanne war sicher mit blei und cadmiumhaltigen lot zusammengefügt, daher kannst du eigentlich ftroh sein.

geh mal zum goldschmied, der nimmt reinsilber für sowas...

(edit: reinsilber is nicht ganz richtig.... Mr. Green )

der fpg
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Zuletzt bearbeitet von fpg am 02.03.2010 21:24, insgesamt einmal bearbeitet
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zuendapp
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Beiträge: 272
Wohnort: Hegau / Bodensee

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, das werd ich machen.

Dass man beim Löten nicht nebendran sein Pausenbrötchen essen soll wusste ich ja. Aber wenn man in irgendwelchen Gesundheitsforen unter Blei und Cadmium (ist wohl auch in manchem Hartlot) nachsieht wird man völlig paranoid: Antrieblosigkeit, Impotenz, Haarausfall...

Danke und Gruß

Zündapp Krücke
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Squirrel
Alter Sack


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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

da fragt man sich wo denn das cadmium gewesen ist Yellow Very Happy
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I used to be schizophrenic, but now we´re OK!
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Fump
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Beiträge: 921
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt (Hart)Lot für den Lebensmittelbereich.
Silberschmied oder Laborgeräteschlosser oder guten Moonshiner fragen.
Man musss aber nicht nur das Lot haben, sondern auch löten können!
Ach ja Lotsuche: www.schnapsbrennen.at
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-der den Tiger reitet-

noch Schlagwörter für die Kontrollorgane und ein schönes Zitat:

Wenn alle Macht vom Staat ausgeht, nennt man das totalitär.
Wenn alle Macht von einem König ausgeht, nennt man das Monarchie.
Wenn alle Macht von der Religion ausgeht, nennt man das fundamental.
Wenn alle Macht vom Militär ausgeht, nennt man das Regime.
Wenn alle Macht Einzelpersonen ausgeht, nennt man das Diktatur.
Wenn alle Macht von der Wirtschaft ausgeht, nennt man das Freiheit!

(Nicht wörtlich nach Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises)
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rei97
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Also:
wenn wirklich WMF und achziger, dann sollte das Lot bleifrei sein.
Wenn man das mit Silberlot hart löten will, dann ist die Verchromung beim Teufel und der Kessel sieht schön bunt aus , wie ein BSM.
Zudem muss das Lot was noch an der Kanne klebt säuberlich entfernt werden, da das Silberlot sonst eine spritzige Legierung mit den Resten bildet, die Dir keinen Spaß machen wird. Nach dem Löten das Flussmittel sorgfältig entfernen, weils Dir sonst beim Genuß des Tees alle Löcher zusammenzieht (Alaun)
Fazit:
einen neuen Kessel kaufen ist m.E. der vernünftigste Weg.
Regards
Rei97
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BOOZE
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

rei97 hat Folgendes geschrieben:
Also:
wenn wirklich WMF und achziger, dann sollte das Lot bleifrei sein.

einen neuen Kessel kaufen ist m.E. der vernünftigste Weg.
Regards
Rei97


Reusper

Zitat:
schöne alte WMF-Kanne aus Chrom, ca Bj 1880!!)


Sicher könnte man eine neue kaufen, nur findet man solche alten Schätzchen nicht grade an jeder Ecke!
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roger
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Da war garantiert noch Blei drin und zwar nicht zu knapp
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rei97
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Also:
die 100 Jahre... Mr. Green
Regards
Rei97

PS
na klar, damals galt Blei noch als Grundnahrungsmittel, da fast alle Wasserleitungen dieser Zeit aus Blei waren.
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zuendapp
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Weil es mit Bildern mehr Spaß macht, hier vier Fotos des Havaristen:



(alt+p)

edit durch pointer: ich hab' dir mal die Bild-Adressen so gerichtet, dass die Bilder auch hier zu sehen sind. Merke: nur Adressen mit Bildformat am Ende (also hier ".jpg") werden auch als Bilder angezeigt. Drück einfach mal auf "Edit" und schau dir für's nächste Mal an, wie das aussieht.

Grüße, P.


Zuletzt bearbeitet von zuendapp am 02.03.2010 20:34, insgesamt 2-mal bearbeitet
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fpg
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

... das is versilbert und nicht verchromt... daher kann das von einem profi ohne grössere pobleme gelötet werden, vorausgesetzt, das basismaterial macht mit. woraus das grundmaterial besteht muss fall für fall herausgefunden werden... versilbert haben die damals so ziemlich alles.....

irgendwo steht sicher auch das plating 90, 120 ...

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rei97
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Also:
trotzdem...
nur die Hälfte der Metalle in dem neoklassischen Kesssel ist verbraucht.
Der Rest kann gerne noch verfrühstückt werden.
Ich würde mir was modernes mir Produkthaftung zulegen
Das Alte ab in die Bucht als Teegefäss des letzten Jahrtausends mit Bio -und Öko Effekt.
Regards
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fpg
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

...
Zitat:
nur die Hälfte der Metalle in dem neoklassischen Kesssel ist verbraucht
... ja, der is aus metall..... und ??
der fpg
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rei97
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Also
Herr Troll.
Nochmal für Begriffsstutzige.
seit 18xx wurde Blei aus dem Lot im Kessel in das Trinkwasser (Tee) abgegeben.
Das Jahrhundert hab ich zwar überlesen, aber es ist halt da.
Reicht das in diesem OT Fred?
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

... das is schon klar, hat aber mit dem eigentlichen vorhaben nichts zu tun.
nach reinigung (ablöten und schleifen) kann der kessel gelötet werden... und falls der benutzer angst vor schwermetallen hat, dann kann er den kessel ein paar mal mit kalkigem wasser beschicken.... die schicht kalk verhindert effektiv metalldiffusion. das is z.b. de vorteil alter wasserleitungen ..

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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Uhh ruhig Herr Rei!

Was machen erst die Menschen mit Bleirohren in ihren Häusern, oder den Leuten die Fisch essen, die armen Metallarbeiter oder andere?

Da ist äh so wenig Lot im Kessel, das wird man kaum den Bleigehalt messen können.
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rei97
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Also:
Weitermachen.
Nur warum hat man Eu-weit offenes Blei verboten.
Egal.
In Leitungen finden Wasserschläge statt, die immer wieder den Kalk abstossen und ebenfalls legen saure Wässer im Kalk das Blei frei.
Egal...
Wer genau gelesen hat wird feststellen, dass ich von Anfang an das Lot zu entfernen empfahl und Silberlot als Substitut einzusetzen anriet...
Egal..
Der Kessel kann nach Bastelei weiter verwendet werden...
Ich würde dennoch was Modernes verwenden.
Regards
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zuendapp
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

So, dann mach ich das Teil sauber, entlöten mit Gasflamme, Heißluftföhn und den Rest mit Entlötlitze. Der Henkel muss auch weg, die Befestigung ist mit Lot abgedichtet. Dann suche ich mir einen Silberschmied o.ä.. Den frage ich auch mal, ob es irgendeine lebensmittelechte Beschichtung für die Metallflächen gibt (Kreemweiß o. ä.). Kalk wird nicht funktionieren, da Tee mit Kalkwasser nicht schmeckt. Vor Schwermetallen habe ich Respekt, auch in kleinen Mengen.

Es ist sehr nett im Forum, dass man immer wieder was lernt, auch wenns OT ist. Wenns fertig ist gibts wieder ein Bildli.

Danke und Gruß

Zündapp
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fpg
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BeitragVerfasst am: 03.03.2010 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

moin,

... vergiss die beschichtungen.... die beste beschichtung ist wirklich kalk ! du musst nur, je nach kalkgehalt, einige mal das wasser auf über 60° erwärmen. am besten ist es, den anteil der permanenten wasserhärte nach vorne zu bringen. hierfür eignen sich sulfatreiche mineralwässer. die bilden quasi eine schicht aus schwerlöslichen mineralen. danach kannst du mit weichem wasser deinen tee kochen. übrigens solltest du sehr genau auf die herkunft deines tees achten. tee kann, je nach geologischer präposition hohe, natürliche schwermetallanteile tragen. die konzentration kann deutlich über den werten des fremdeintrags liegen.

sog. früchtetee's solltest du nicht in metallkannen zubereiten. diese aufgüsse enthalten säuren, die zum einen die kostbare beschichtung, zum anderen metalle lösen. das is schlecht für den geschmack und die gesundheit. für diese getränke immer glas nehmen, da keramische beschichtungen auch schwermetalle enthalten können.


der fpg
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